Samstag, 27. Mai 2017

REZENSION: DIE GESCHICHTE DER BIENEN




Die Geschichte der Bienen





Titel: Die Geschichte der Bienen

Autor: Maja Lunde

Seiten: 508

Bewertung: 4 ☆

erhältlich: als gebundene Ausgabe ( 20,00€ )      und zwar hier

Inhalt: England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

Wie alles mit allem zusammenhängt: Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?


meine Meinung: Extrem gut. 
Dieses Buch hat mich nicht nur zum Nachdenken, sondern vor allem zum Umdenken gebracht.
Die Autorin verknüpft geschickt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und lässt einen so, die Konsequenzen, die dieses umweltfeindliche Verhalten definitiv haben wird, schon in der virtuellen Welt erfahren.
Ich mochte die Art, wie die Autorin mich hat lernen lassen. Zwischen den Zeilen und ganz in Ruhe, habe ich so viele Dinge erfahren, über die ich noch nachsinnen möchte.
Und auch der Stil, in dem die Probleme der Zukunft geschildert wurden, hat mir sehr gut gefallen. Das war meiner Ansicht nach nicht horrorapokalyptisch oder an den Haaren herbei gezogen sondern fundiert, nüchtern und realistisch veranschaulicht.
Genau richtig einfach. Man kriegt keine Angst vor dem, das da kommt, aber man denkt um und einem wird bewusst, was jede noch so kleine Tat für (verheerende) Folgen haben kann.
Auf so ein Buch hab ich gewartet. Danke dafür und LIES ES!

Freitag, 26. Mai 2017

REZENSION: DAS ACHTSAMKEITS-ZEICHENBUCH



Das Achtsamkeits-Zeichenbuch






Titel: Das Achtsamkeits-Zeichenbuch

Autor: Barrington Barber

Seiten: 96

Bewertung: 3 ☆

erhältlich: als Taschenbuch ( 7.99 € )       und zwar hier

Inhalt:
Meditatives Zeichnen leicht gemacht
Mit diesem einzigartigen und innovativen Zeichenbuch kann jeder seine kreativen Fähigkeiten entwickeln. Gleichzeitig erlaubt die Konzentration beim Zeichnen, die Umwelt auszublenden, sich zu entspannen und zur inneren Ruhe zu gelangen. Wie dies geht, zeigt der bekannte Zeichenguru Barrington Barber in seinem neuesten Werk. So entstehen Mandalas, dekorative Bilder, Formen und Muster, die durch die Natur inspiriert sind und sich nach Fertigstellung perfekt zum Ausmalen eignen.

meine Meinung: Ausgehend vom Cover, nahm ich an, es würde sich hier ausschließlich oder zumindest größtenteils um Anleitungen zu Mandalas drehen.
Tut es aber garnicht.
Es beginnt alles mit ganz einfachen Linien und Mustern und geht dann über zu naturinspirierten Ornamenten.
Die Hinweise des Autors sind nicht zu ausführlich und ich persönlich empfand sie als hilfreich.
So führt er durch Formen, Schraffur und Ornamenten bis hin zu den Ausmalbildern und Mandalas und weist auch immer wieder auf das Entspannen und Konzentrieren auf die Bleistiftspitze hin, was nach einer Zeit wirklich eine meditative Form annimmt.
Mithilfe dieses Buchs, bin ich zwar kein Picasso, habe aber schöne, entspannte Stunden verbracht und wieder etwas dazugelernt.
Ich würde es liebevoll als Level 2 des ganzen "Malbuch-für-Erwachsene" - Hypes bezeichnen und es all denen, die auch den zweiten Schritt gehen möchten, wärmstens empfehlen.

Sonntag, 23. April 2017

REZENSION: OMA PACKT AUS


Oma packt aus




Titel: Oma packt aus

Autor: Brigite Kanitz

Seiten: 320

Bewertung: 2.75

erhältlich: als Taschenbuch ( 8.99€ )      und zwar hier

Inhalt: Seit die perfekt gestylte Großstadtpflanze Nele in die Lüneburger Heide und in den Schoß ihrer Familie zurückgekehrt ist, überschlagen sich die Ereignisse. Kaum wird ein Geheimnis gelüftet, schon sitzt Nele samt Oma, Großtante und der riesigen Dogge Rüdiger im VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Einzig ihr Liebster Paul glänzt durch Abwesenheit. Doch zum Glück ist sie bald viel zu beschäftigt, um sich darüber Gedanken zu machen: Während sie versucht, eine verzwickte Geschichte aufzuklären, überfrisst sich Rüdiger an Tiramisu, und Oma zwingt den Dorfarzt mit dem Küchenmesser zur Notbehandlung …

meine Meinung: Dieses Buch hat mir auf jeden Fall ein paar Stunden gute Laune und Entspannung eingebracht. Für eine nette Zwischendurchlektüre ist es allerbestens geeignet!

Mit viel Witz und Drama versehen wird Neles Lebensabschnitt geschildert. Dabei werden noch mehr Familiengeheimnisse gelüftet und man begibt sich mit ihr auf eine emotionale Berg- und Talfahrt was Liebe und Verwandtschaft betrifft.
Teilweise kam mir die dramatische Seite an der Geschichte total an den Haaren herbei gezogen vor. Da wurde immer noch was drauf gesetzt, verzwickte Situationen wurden noch einmal verkompliziert und alle 30 Seiten später erleidet die Protagonistin einen noch schlimmeren Schicksalsschlag als zuvor.
Besonders realitätsnah geht es in "Oma packt aus" also nicht zu, unterhalten konnte es mich aber ganz gut und war mir ein treuer Gutelaunemacher in zehn verschnupften Grippetagen.

Wer es nicht unbedingt superrealistisch braucht und sich von der Geschichte einfach nur berieseln lassen möchte, der dürfte hiermit bestens bedient sein!

Samstag, 1. April 2017

LESEMONAT MÄRZ 2O17











1. Dornenmädchen




Autor: Karen Rose

Seiten: 877

Bewertung: 4.25

Inhalt: Gnadenlos gejagt von einem Stalker, flieht Faith an den Ort, der ihr seit ihrer Kindheit Alpträume bereitet: in das abgeschiedene, leerstehende Herrenhaus ihrer Familie, in dem ihre Mutter vor 23 Jahren Selbstmord beging. Hier will sie unter neuer Identität einen Neuanfang wagen. Doch was sie in dem alten Anwesen erwartet, übertrifft all ihre Ängste. Auf der Zufahrtstraße dorthin taumelt ihr eine schlimm zugerichtete, nackte junge Frau vors Auto. Bei den anschließenden Ermittlungen stößt das FBI unter dem Kellerboden der Villa auf sorgfältig präparierte Frauenleichen. FBI-Agent Deacon Novak zweifelt an Faith‘ Unschuld, doch gleichzeitig fasziniert ihn die hübsche Zeugin. Gemeinsam betreten sie einen düsteren Pfad, der weit in Faith‘ Vergangenheit führt.

meine Meinung: Das Cover finde ich auf jeden Fall total stilvoll und gut gewählt.
Am Anfang war mir die Geschichte fast etwas zu krass, ich hab da etwa 15 Seiten übersprungen, weil ich zu zart besaitet bin. Danach blieb es spannend, war aber nicht mehr so blutrünstig. Für mich persönlich perfekt!
Ich mag diese grausamen Ausführungen einfach nicht.
Etwas nervig fand ich, dass die Protagonistin Faith als jemand mit extremen Helfersyndrom dargestellt wurde, was ich selbst als total unglaubwürdig empfunden habe. Egoistisch handeln und dann dieses pseudodramatisches "ach-wär-doch-ich-und-nicht-all-die-anderen-tot-blablabla!" - mochte ich nicht.
Auch das Nachgeplänkel war mir etwas zu lange, da fällt es schon schwer noch 70 Seiten zu lesen, wenn der Schuldige gefunden und der Fall eben geklärt ist.
Dennoch spannend und ausführlich aber größtenteils ohne Längen, lesenswert!




2. Zwei für immer

Autor: Andy Jones

Seiten: 430

Bewertung: 4

Inhalt: Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass aus der Sache etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist: Ivy ist schwanger. Doch während das neue Leben in Ivy heranwächst, muss sich Fisher um seinen schwer erkrankten Freund El kümmern. Und Ivy und Fisher sind immer noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen. Denn es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte …

meine Meinung: Der Schreibstil hat mir extrem gut gefallen, der war einfach supercute! Ich würde ihn als John Green für Erwachsene bezeichnen, also ein bisschen gesetzter, aber ähnlich emotional und ... naja süß eben!
Der Protagonist hat liebenswerte und nervige Seiten, einfach n menschlicher Typ, der das Herz am rechten Fleck hat. Die 430 Seiten durch seine Augen zu sehen und zu erleben macht auf jeden Fall Spaß und da ist er auch allemal sympathisch genug zu!
Die Story selbst würde ich als Wohlfühlgeschichte für zwischendurch bezeichnen und sie als solche auch empfehlen.




3. Der Geschmack der Sehnsucht



Autor: Kim Thúy

Seiten: 143

Bewertung: 2

Inhalt: In den Wirren des vietnamesischen Bürgerkriegs wird ein junges Mädchen weitergereicht; erst bei der dritten »Mutter«, einer Lehrerin, findet Mãn ein Zuhause. Doch dann entscheidet sich auch die neue Mutter, sie in die Ferne zu schicken: in eine arrangierte Ehe mit einem älteren Mann, der nach Kanada ausgewandert ist. Zuerst nimmt die junge Frau die neue Heimat nur durch die Luke der kleinen Suppenküche wahr, die dem ungleichen Paar den Lebensunterhalt sichert. Doch dann besinnt sie sich auf ein Vermächtnis, das ihr die Mutter mitgegeben hat: die Kunst des Kochens, die Sprache der Gewürze, die zugleich die der Sehnsucht ist und in der jedes Kraut, jede Zutat eine besondere Bedeutung hat, eine Geschichte erzählt. Bald werden sie und ihre Kunst entdeckt – und mit dem Erfolg entdeckt sie sich selbst, findet eine neue Sprache, in der auch Wünsche und Sehnsüchte zu Wort kommen dürfen. Bis sie schließlich einem anderen »Fremden« begegnet und eine so überraschende wie unbedingte Liebe ihr die Möglichkeit eines neuen Lebens aufzeigt. In Kim Thúys berührendem Exilroman verbindet sich der Duft der Gewürze mit der Sehnsucht nach einem Leben, das die Möglichkeit der Liebe einschließt.

meine Meinung: Ich denke, ich hab die Geschichte überhaupt nicht begriffen. Mir ging da alles viel zu schnell, die wörtliche Rede und einige Ausschmückungen an der ein oder anderen Stelle, haben mir defintiv gefehlt. So kam mir die ganze Geschichte einfach wie im Zeitraffer vor, wie ein Schnelldurchlauf ihrer selbst.
Da kommen Emotionen natürlich so gut wie gar nicht rüber und deswegen habe ich auch das Gefühl, die eigentliche Message der Geschichte, nicht herausgelesen zu haben.
Hat mir darum leider nicht so gut gefallen.



4. Es wid keine Helden geben


Autor: Anna Seidl

Seiten: 252

Bewertung: 3

Inhalt: Berührend, fesselnd, unfassbar: Wenn nichts mehr ist, wie es war. Kurz, nachdem es zur Pause geläutet hat, hört Miriam einen Schuss. Zunächst versteht niemand, was eigentlich passiert ist, aber dann herrschen Chaos und nackte Angst. Matias, ein Schüler aus ihrer Parallelklasse, schießt um sich. Auch Miriams Freund Tobi wird tödlich getroffen. Miriam überlebt - aber sie fragt sich, ob das Leben ohne Tobi und mit den ständig wiederkehrenden Albträumen überhaupt noch einen Sinn hat. Waren sie und ihre Mitschüler Schuld an der Katastrophe?

meine Meinung: Das Durchschnittsalter der Zielgruppe hab ich schätzungsweise deutlich überschritten!
Also ich fühl mich für die Story einfach zu alt.
Der Roman befasst sich weniger mit dem Amoklauf an sich, sondern viel mehr um die Trauerbewältigung und die Erkenntnis einer gewissen Mitschuld.
Denn die Protagonistin hat nicht unwesentlich daran mitgewirkt, dass es dem Amokläufer immer schlechter gegangen ist, er sich nicht respektiert gefühlt hat und seinen Mitschülern gegenüber Hassgefühle entwickelt hat.
Für das, was sie angerichtet hat, kam mir diese Erkenntnis aber viel zu spät und auch zu lasch.
Generell erst mal nichts verwerflich daran zu finden, über jemanden zu lachen und ihn zu erniedrigen, ist schon fragwürdig und 100 Seiten später dieses " Ich habe meinen Teil dazu beigetragen " reicht da einfach nicht aus.
Es sind auch immer wieder pseudopoetische Phasen eingebaut, in denen die Protagonistin über das weiter leben, die Trauer, ihr Leben nach der Tragödie pipapo sinniert. Auch die waren mir einfac zu oberflächlich.
Für Aussagen wie : Kopf hoch, das Leben geht weiter etc. muss man nicht erst einen Amoklauf durchstehen.
Mit 14, 15 gefällt einem die Geschichte höchstwahrscheinlich besser und nimmt einen auch eher mit, falls hier aber irgendwie davor gewarnt werden sollte, andere runter zu machen oder sie respektlos zu behandeln, finde ich das nicht gut gemacht.
Also ich glaube nicht, dass ein Teenager, der andere auslacht und das dann liest über sein Verhalten nachdenkt und endlich mal damit aufhört.
Dafür ist die Geschichte leider zu oberflächlich und lasch.




5. Immer Ärger mit Opa

Autor: Brigitte Kanitz

Seiten: 320

Bewertung: 2.75

Inhalt: Die Wahlgroßstädterin Nele kehrt nach Jahren zurück in die Lüneburger Heide. Im Gepäck hat sie Tränen um den frisch verstorbenen Opa. Und seine Asche – die sie prompt im ICE vergisst. Daheim sind Oma und Großtante in heftigem Streit über den Grabstein entbrannt, und Neles Mutter verschwindet auf einen Selbstfindungstrip. Zu allem Überfluss erwartet Neles Jugendliebe Karl sie sehnsüchtig, dabei träumt sie doch von Paul, Opas attraktivem Anwalt – der ihr zudem noch ein paar Familiengeheimnisse enthüllt …

meine Meinung: findest du hier




6. Nacktschnecken

Autor: Rebecca Martin

Seiten: 368

Bewertung: 4

Inhalt: In der Beziehung von Nora und Paul stimmt etwas nicht. Seit Jahren sind sie zusammen, und objektiv betrachtet müssten sie ein glückliches junges Paar sein. Doch die Rollenbilder, die sie sich auferlegt haben, bekommen mit der Zeit ernsthafte Risse und Kratzer. Aber nicht nur emotional stehen sie zunehmend vor Problemen. Auch körperlich scheinen sie sich zu verlieren. Nacktschnecken erzählt von alltäglicher Beziehungsarbeit und verborgenen Wünschen. Wie nebenbei werden auch die eigenen Ansprüche an das Selbstverständnis als junge Frau im Hier und Jetzt verhandelt. In einer Zeit, in der Widersprüche unvermeidbar sind.

meine Meinung: Fand ich ganz realistisch. Ich mochte die Protagonistin, die war einfach echt. Ihre Art mit Liebe umzugehen mochte ich auch. Irgendwie selbstbewusst und ein kleines bisschen egoistisch, aber auch ängstlich. Ich persönlich konnte mich ganz oft wieder finden, in ihrer Art zu hoffen, zu lieben und zu streiten.
Ich glaube, es ist nicht für 14 - 17jährige, da liest man glaub ich lieber Colleen-Hoover-typische Liebesgeschichten, mit viel Romantik und Happy End.
Rebecca Martin ist das etwas anders angegangen. Die anfänglich extremverliebte Zeit wird überhaupt nicht beschrieben, es geht mehr um das Auf und Ab, die Höhen und Tiefen, wie sich die Wogen wieder glätten oder man auch mal einen Schlussstrich ziehen muss.
Mochte ich.

Samstag, 18. März 2017

REZENSION: IMMER ÄRGER MIT OPA





Immer Ärger mit Opa


Titel: Immer Ärger mit Opa

Autor: Brigitte Kanitz

Seiten: 320

erhältlich: als Taschenbuch  ( 8,99€ )      und zwar hier

Bewertung: 2.75 ☆

Inhalt: Die Wahlgroßstädterin Nele kehrt nach Jahren zurück in die Lüneburger Heide. Im Gepäck hat sie Tränen um den frisch verstorbenen Opa. Und seine Asche – die sie prompt im ICE vergisst. Daheim sind Oma und Großtante in heftigem Streit über den Grabstein entbrannt, und Neles Mutter verschwindet auf einen Selbstfindungstrip. Zu allem Überfluss erwartet Neles Jugendliebe Karl sie sehnsüchtig, dabei träumt sie doch von Paul, Opas attraktivem Anwalt – der ihr zudem noch ein paar Familiengeheimnisse enthüllt …

meine Meinung: Erstmal schön oberflächlich: das Cover taugt mir gar nicht. Es ist eben wieder so kitschig und hat mit der Story rein nichts zu tun.
So wie es von außen aussieht, geht es in dem Buch um einen möglicherwiesen dementen, älteren Mann, der seiner Familie oder dem Heim ausbüchst und dann nochmal richtig verrückte Dinge erlebt. Der einzige alte Mann in diesem Buch stirbt gleich zu Beginn und es geht um seine Enkelin, deren Gefühle und das ein oder andere Familiengeheimnis.
Also bei Youtube nennt man das - soweit ich weiß - Clickbait :-)
Die Geschichte an sich war bis auf ein, zwei Kleinigkeiten sehr schön und locker. Genau das richtige, um sich nach einem 8,5-Stunden-Arbeitstag zu entspannen - wirklich toll und aufmunternd!
Gestört hat mich, dass die Gefühlswelt der Protagonistin relativ unausgeschmückt und ihre Entscheidungen oder Gedanken so auch voll unnachvollziehbar gewesen sind. Und der Typ, der da die ganze Zeit eine Rolle spielt, hatte noch garnicht viel mit ihr zu tun, die haben sich nie unterhalten, kennen sich 0,0 und da steht da sowas wie: Sie liebt ihn mit Haut und Haaren, von ganzem Herzen blabla arrrgh. Mochte ich nicht.
Und in der wörtlichen Rede steht anstelle des Genitivs superoft der Dativ, das tut mir beim Lesen irgendwie auch weh..
Auf der Außenseite steht: "Lesevergnügen mit Gute-Laune-Garantie" und wenn man nicht zu pingelig ist beim Lesen, dann trifft das auch zu! Es ist schon ein süßes Buch :-)


Samstag, 11. März 2017

just a beautiful soul

mein mann liebt mich nicht ...




... für glatte beine und gewachste achseln, für große brüste und "that butt", für spitze und nackte haut, hochhackige schuhe, den flachen bauch, lange haare, gepflegte nägel. mein mann liebt mich nicht für perfektion, schüchternes lächeln, gespielte verlegenheit, knappe, hautenge jeans, nicht für diesen Hüftschwung, den aber nur er sehen darf, nicht dafür, dass ich kochen kann und seine Wäsche mache, mit ihm schlafe, zu ihm aufsehe, um seinen Rat bitte, von ihm abhängig bin. Er liebt mich nicht dafür, dass ich ihn liebe, dass ich auf seine argumente eingehe. mein mann liebt mich nicht für frühstück im bett, oder kaffeegeruch schon wenn er aufwacht, nicht für den gutenmorgen- oder gutenachtkuss, nicht für das bild, dass wir abgeben, das die von uns haben, das wir von uns haben, dass ich so sein will, wie er mich haben will, dass ich ihm gefallen will. dafür liebt er mich nicht














mein mann liebt mich ...




... für meine meinung und dass ich sie laut sage, für vorzüge und macken, für kreativität, für humor, für eigensinn, sturheit, kompromissbereitschaft. mein mann liebt mich für gute laune und ehrliches lachen, lauthals und wild und ehrlich ehrlich, für locken die heute nice fallen und morgen nicht und nun mal meine locken sind, für baumwolle, für ein abendessen aus der dose, für streit und vor allem für versöhnung. er liebt mich für unsere gespräche, die wichtigen und belanglosen, die richtige mischung, dafür, dass ich ihn kenne und mir die zeit nehme, ihn kennenzulernen, für miteinander umdenken, dann wieder geradlinig bleiben und dann auch mal dem anderen hinterherdenken, an den anderen denken tagsüber und hin und wieder die ganze nacht, für voneinander lernen. he loves me for my mind





und dafür liebe ich meinen mann




...

Dienstag, 28. Februar 2017

LESEMONAT FEBRUAR 2O17



-einsehrfrühlingsgefühlelastigerlesemonat-

6 Bücher, 2315 Seiten, also 83 Seiten pro Tag und durchschnittlich 3.75 ☆ pro Buch







1. Fahr zur Hölle, Schatz!


Autor: Brigitte Kanitz

Seiten: 317

Bewertung:  3.5 ☆

Inhalt: Geh zum Teufel, denkt sich Svea, als ihr schusseliger Nachbar ihre Wohnung überflutet und sie gezwungen ist, wieder bei ihren Eltern einzuziehen. Zu allem Überfluss wird Svea auch noch von ihrem Freund verlassen – weil sie ihm zu langweilig ist. Hätte der mal geahnt, was für aufregende Zeiten Svea bevorstehen! Denn zu Hause erwarten sie Papa Klaas, der eine Geliebte hat, Mama Rieke mit reichlich Prosecco und Oma Lina auf Männerfang. Als Svea über ein altes Buch stolpert, naht Rettung. Denn plötzlich wird alles wahr, was sie sich wünscht – und das Chaos nimmt seinen Lauf ...

meine Meinung:              findest du hier




2. Das Lied von Eis und Feuer - Der Thron der sieben Königreiche


Autor: George R. R. Martin

Seiten: 538

Bewertung: 4.5 ☆

Inhalt: Nach dem Tod seines Vaters ist es an dem erst fünfzehnjährigen Robb Stark, die Herrschaft über Winterfell und damit über den ganzen Norden von Westeros anzutreten. Robb kämpft noch um die Anerkennung und den Respekt seiner Untertanen, da bricht im Reich ein Bürgerkrieg aus. Für Robb stellt sich allerdings kaum die Frage, auf welcher Seite er kämpfen wird, denn der junge König Joffrey Baratheon hält seine Schwestern als Geisel. Und während das Reich zerbricht, wächst im eisigen Norden eine viel größere Gefahr heran … 

meine Meinung: Ich hab so das Gefühl, dieser Teil hat mich so richtig gameofthronessüchtig gemacht. Ich hab mich während der Arbeit schon auf's Feierabendbier bei dieser Lektüre gefragt und war in der Geschichte so richtig drin!
Einfach mega!







3. Sterntaler


Autor: Kristina Ohlsson

Seiten: 542

Bewertung: 3.25 ☆

Inhalt: Manche Geheimnisse sind so grausam, dass sie einen verstummen lassen … Seit vielen Jahren hat die einst gefeierte Kinderbuchautorin Thea Aldrin mit niemandem mehr gesprochen. Doch jeden Samstag schickt ihr ein Fremder einen Strauß Blumen und eine Karte, auf der ein einziges Wort steht: Danke. Dann besucht eine Studentin sie im Pflegeheim – und verschwindet kurz danach spurlos. Zwei Jahre später wird die Leiche der jungen Frau in einem Waldstück in Midsommarkransen gefunden. Daneben: eine weitere Leiche, die schon deutlich länger tief in der Erde liegt. Und schließlich: eine dritte. Welches Geheimnis verschweigt die stumme Autorin?

meine Meinung: Also zuallererst muss ich mal wieder beichten, dass ich zu dumm war, um mit Band eins anzufangen :-)
Hab zum Glück trotzdem alles gut verstanden und auch nicht das Gefühl, mich gespoilert zu haben oder so.

Vom Schreibstil her fand ich's vollkommen in Ordnung, kein totales Highlight, aber auf jeden Fakk gelungen und auch der Spannungsbogen passt!
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass Fährten zwischenzeitlich einfach fallen gelassen wurden, und dann 150 Seiten später wieder aufgekommen sind und dann dachte ich halt manchmal: "hä der schon wieder, war's der jetzt doch? können die nicht  mal zu Ende ermitteln?!"

Das fand ich also etwas nervig, aber ansonsten war der Kriminalroman echt unterhaltsam, spannend und ich werde mir die anderen Teile mal genauer ansehen, obwohl ich jetzt schon öfter gelesen habe, dass das der beste Teil gewesen sein soll..





4. Das Herz ist ein gutes Versteck

Autor: Ranka Keser

Seiten: 380

Bewertung: 3.75 

Inhalt:  Liebe ohne Schmerz gibt es nicht, das weiß Rieke aus Erfahrung. Deshalb genießt sie ihr unabhängiges Leben. Bis sie auf einem Klassentreffen Werner wiederbegegnet, der ihr ein überraschendes Angebot macht: Wenn sie vor seiner Familie die Frau an seiner Seite spielt, beteiligt er sie an seinem umfangreichen Erbe. Rieke willigt ein und muss schon bald feststellen, dass ihr Herz nicht so fest verschlossen ist, wie sie glaubt. 

meine Meinung:     findest du hier 




5. Beim nächsten Mann links abbiegen

Autor: Caro Martini

Seiten: 252 



Bewertung: 3.75 ☆


Inhalt: Volle Fahrt ins Glück
Lucie Stein ist fleißig, hübsch und liebenswert – im Leben, in der Liebe und vor allem beim Autofahren allerdings etwas orientierungslos. Als sie auf dem Flohmarkt ein gebrauchtes Navi ersteht, begrüßt es sie gleich beim ersten Einsatz mit den Worten: »Hallo, Lucie, wo soll es denn hingehen?« Und führt sie dann freundlich, aber sehr bestimmt überallhin – nur nicht an das angegebene Ziel. In Lucies Leben geht es ab sofort drunter und drüber. Das geheimnisvolle Gerät mit der höchst angenehmen George-Clooney-Stimme scheint jedoch ganz genau zu wissen, wo das Glück zu finden ist. Denn eines Tages heißt es tatsächlich: »Lucie, du hast dein Ziel erreicht!« 
 
meine Meinung: findest du hier





6. Zipfelklatscher

Autor: Heidi Hohner

Seiten: 286

Bewertung: 3.75 ☆
 
Inhalt: Eine bayerische Romanheldin und schrulliges Inselvolk. Witzig, originell und romantisch!' Rita Falk Dass permanente Idylle nicht automatisch besseres Männermaterial bedeutet, davon weiß die junge Fraueninsel-Fischerin Kati Lochbichler ein Lied zu singen. Weil die unkonventionelle Kati aber trotz Tradition und Familienbetrieb ihren Spaß haben will, geht sie gerne mal im besten Hotel der Fraueninsel auf fremden Hochzeiten tanzen (wobei die Party meistens im Hotelbett endet). Bis ihr der ehrgeizige neue Hotelmanager die Tour versaut – und ihr Jugendfreund sich als perfekter Schwiegersohn anbiedert. Aber Kati muss aufpassen - wo Zipfelklatscher draufsteht, ist nicht immer Zipfelklatscher drin.
 
meine Meinung: Also das Cover ist mir ein bisschen zu kitschig , aber die Geschichte ist cool!
Die bayerischen Begriffe, die immer wieder vorkommen, werden in der Fußzeile erklärt und sowas mag ich eben gerne. 
Die Story wird auch von Seite zu Seite besser und ist am Ende wirklich super. Zwar etwas vorhersehbar,  aber das sind solche Romane ja meistens.
Für eine kurzweilige Geschichte und gute Laune für zwischendurch, ist das hier eine gute Wahl!